Lymphologie zwischen Leitlinie und Lebensrealität

Bis auf den letzten Platz besetzt: Das 8. Schweizer Lymphsymposium brachte am 19. September 2026 in Zürich Fachpersonen aus Medizin, Therapie und Fachhandel zusammen. Im Fokus standen die neue S3-Leitlinie Lymphödem sowie lymphologische und vaskuläre Erkrankungen im Kindesalter.

Unter dem Leitthema «Spannungsfeld Lymphologie» widmete sich das Symposium einem Fachgebiet, das sich stetig weiterentwickelt. Einen Schwerpunkt bildete die neue S3-Leitlinie Lymphödem. Sie erreicht erstmals den höchsten Evidenzgrad und berücksichtigt die gesamte Versorgungskette, von der Prävention und Diagnostik über konservative Behandlungsmöglichkeiten bis hin zu operativen Verfahren und Rehabilitation. Aber was bedeuten die neuen wissenschaftlichen Standards für den Behandlungsalltag? Die Referierenden beleuchteten die Leitlinie aus unterschiedlichen Blickwinkeln und schlugen dabei immer wieder die Brücke zur Praxis. Klinische Fallbeispiele zeigten, wie individuell lymphologische Krankheitsbilder sein können und welche Herausforderungen sich daraus für Diagnostik und Therapie ergeben. Auch aktuelle operative Verfahren und ihre Einordnung in das therapeutische Gesamtkonzept waren Thema. Gleichzeitig wurde deutlich, welchen Stellenwert die konservative Entstauungstherapie weiterhin besitzt und wie wichtig das Zusammenspiel der verschiedenen Fachdisziplinen für eine bedarfsgerechte Versorgung ist.

Wenn die Erkrankung schon früh beginnt
Der zweite Schwerpunkt richtete den Blick auf Kinder mit lymphologischen und vaskulären Malformationen. Im Zentrum standen die Diagnostik, aktuelle Therapiestandards und die langfristige Betreuung, und damit die besonderen Anforderungen, die sich bei jungen Patientinnen und Patienten stellen. Es geht dabei nicht allein um medizinische Entscheidungen: Eine Erkrankung, die bereits im Kindesalter beginnt, begleitet häufig auch die Familie über viele Jahre. Umso wichtiger sind eine frühzeitige Diagnose, eine individuell abgestimmte Behandlung und eine Versorgung, die die unterschiedlichen Lebensphasen berücksichtigt.

Impulse einer Koryphäe
Einen besonderen Blick auf die Entwicklung der Lymphologie eröffnete Prof. Dr. med. Etelka Földi. Als eine der prägenden Persönlichkeiten des Fachgebiets spannte sie den Bogen von den Anfängen der modernen Lymphologie bis zu heutigen Behandlungsmöglichkeiten und zukünftigen Entwicklungen. Zu guter Letzt: Neben den Fachvorträgen gehört der interdisziplinäre Austausch zu den zentralen Anliegen des Symposiums. Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Fachpersonen aus dem medizinischen Fachhandel konnten unterschiedliche Perspektiven einbringen und Erfahrungen aus ihrem Berufsalltag miteinander teilen. Das 8. Schweizer Lymphsymposium machte damit einmal mehr deutlich, wie wertvoll der Dialog über Fachgrenzen hinweg ist. Denn neue wissenschaftliche Erkenntnisse entfalten ihren Nutzen vor allem dort, wo sie ihren Weg in die tägliche Versorgung der Patientinnen und Patienten finden.

Save the Date

Reservieren Sie sich schon heute den 18. September 2027 und seien Sie Teil des 9. Schweizer Lymphsymposiums. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Zürich.

8. Schweizer Lymph-Symposium

Neue S3-Leitlinie Lymphödem im Fokus der Therapie unterer Extremitäten
Samstag, 19. September 2026 in Zürich

Neue S3-Leitlinie Lymphödem im Fokus der Therapie unterer Extremitäten
Samstag, 19. September 2026 in Zürich

Die etablierte Fortbildungsveranstaltung bringt Fachpersonen aus Medizin, Therapie und Fachhandel zusammen, um aktuelle Entwicklungen in der Lymphologie zu diskutieren und neue Erkenntnisse aus Forschung und Praxis auszutauschen.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung steht das Leitthema «Spannungsfeld Lymphologie». Fachvorträge und Diskussionen beleuchten aktuelle wissenschaftliche Standards sowie neue diagnostische und therapeutische Ansätze in der Behandlung von Lymphödemen und anderen lymphologischen Erkrankungen. Ein besonderer Fokus liegt auf der neuen S3-Leitlinie Lymphödem, die erstmals den höchsten Evidenzgrad erreicht und die gesamte Versorgungskette von Prävention und Diagnostik bis hin zu konservativen und chirurgischen Therapieoptionen umfasst.

Die wissenschaftliche Leitung übernehmen Dr. med. Stephan Wagner und Dr. med. Denise Luchsinger. Gemeinsam mit weiteren Referentinnen und Referenten präsentieren sie aktuelle Erkenntnisse zur Diagnostik und Therapie von Ödemen der unteren Extremitäten sowie zu lymphologischen und vaskulären Erkrankungen bereits im Kindesalter.

Neben den Fachvorträgen bietet das Symposium zahlreiche Möglichkeiten zum interdisziplinären Austausch. Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Fachkräfte aus dem medizinischen Fachhandel erhalten die Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen, Fragen zu diskutieren und neue Impulse für die tägliche Praxis zu gewinnen.

Sichern Sie sich einen der begehrten Plätze und erweitern Sie Ihren Horizont rund um das Lymphsystem.

Datum: 19. September 2026
Ort: Radisson Blu Hotel, Zürich Airport

Fortbildungspunkte:
ORS – 8 Credits
Physioswiss – 6 Credits
SGA – 6 Credits
SGP – 7 Credits
SGAIM – 5 Credits
SGDV – 6 Credits